Lage/Detmold (wi). Die Sparkasse Detmold schüttete an 20 weiterführende Schulen bzw. Schulfördervereine im Sparkassengebiet insgesamt 50.000 Euro zur Förderung ausgewählter Projekte und unterrichtsbegleitender Vorhaben aus. Auch fünf Schulen aus Lage wurden mit Fördergeldern bedacht. Die Zuwendungen überreichten am Montag, 12. Juli, in Detmold Jürgen Wannhoff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Detmold, der Sparkassenverwaltungsratsvorsitzende und Detmolder Bürgermeister Rainer Heller sowie Regierungsvizepräsident Anton Schäfers.
Die Albert-Schweitzer-Schule (Lage-Hagen) erhielt einen Zuschuss u.a. zur Förderung der Lesekompetenz: Ein Schulraum soll umgestaltet werden zu einem Rückzugs- und Entspannungsraum, der dann auch die Schülerbücherei beherbergen wird.
Die Irmela-Wendt-Schule (Lage-Pottenhausen) wird den Zuschuss zur Finanzierung eines „Pausenmobils" verwenden. Dabei handele es sich nach den Worten des Schulleiters Rolf-Dieter Morgenthal um ein „Gefährt", für das Freizeitspiele angeschafft werden, die sich die Schüler in den Pausen ausleihen können.
Die Kantorschule will ihren Schülern einen „Guten Start in den Tag" (so der Projekttitel) ermöglichen. Mittelfristig sei vorgesehen, einen „Entspannungs- bzw. Wohlfühlraum" einzurichten, in dem mittels einer „Schülerfirma" auch ein Frühstück angeboten werden kann.
Die Maßbruchschule wird mit dem ihr zur Verfügung gestellten Geld einerseits sogenannte „Lärmampeln" anschaffen, die in Klassenräumen den Geräuschpegel anzeigen und ihn erfahrungsgemäß verringern. Andererseits dient der Zuschuss zur Finanzierung einer „Dreck-weg"-Projektwoche. Hier beschäftigen sich Schüler und Lehrer mit den vielen Aspekten des Abfalls und seiner Beseitigung: vom Aufräum- und Putztag in der Schule bis hin zur Besichtigung des Bad Salzufler Umweltzentrums Heerser Mühle.
Die Realschule Lage wird das Projektgeld in ihr im Aufbau befindliches Selbstlernzentrum investieren.
„Neuland betreten"
Sparkassenvorstandsvorsit-zender Jürgen Wannhoff sagte anlässlich der Übergabeveranstaltung des Projektes „Schule macht Zukunft 2010", dass es für die Pädagogen sicherlich nicht einfach sei die Schülerinnen und Schüler ständig bei Laune zu halten und in der Schule immer neue Impulse zu setzen. Hier sei eine große Portion Kreativität gefragt, aber auch finanzielle Unterstützung. Erfreue sich, dass es durch das Engagement der Sparkasse ermöglich werde, in |
vielen Schulen neue Ideen und Projekte umzusetzen. Wannhoff: „Im Jahr 2004 haben wir erstmals mit unserem Konzept „Schule macht Zukunft" die Schulen angesprochen und damit bewusst Neuland betreten. Wir waren gespannt, wie die Schulen und ihre Fördervereine auf unser Angebot reagieren würden. Sechs Jahre später darf ich nicht ohne Stolz sagen, dass unser Förderkonzept zu einem festen Bestandteil unseres gesellschaftlichen Engagements geworden ist."
Die Sparkasse Detmold sei am Gemeinwohl orientiert und für die Menschen vor Ort da. Eine Geschäftspolitik am Gemeinwohl auszurichten höre sich vielleicht verstaubt an, sei aber hochmodern: „Schütten Privatbanken ihren Gewinn an Aktionäre aus, machen wir das anders. Wir schütten unseren Gewinn direkt in die Region aus. Wir verwenden unsere Gewinne nicht für Aktionäre, sondern für gemeinnützige Projekte im Bereich Kultur, Kunst, Sport und vor allem Bildung."
Nur mit Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer, der Elternvertreter und der Schul-Fördervereine sei es möglich, die von der Sparkasse finanziell geförderten Projekte erfolgreich in die Tat umzusetzen. Ohne die Bereitschaft der unmittelbar Beteiligten, sich für die Entwicklung, Umsetzung und die weitere Begleitung der Projekte einzusetzen, könnte der finanzielle Beitrag der Sparkasse keinen dauerhaften Nutzen erzielen.
„Kommunale Bindung"
Verwaltungsratsvorsitzender Rainer Heller begrüßte das Förderkonzept „Schule macht Zukunft". Es ermögliche den Schulen, etwas Besonderes zu bewegen. Heller: „Beiden Projekten ist mir vor allem die Kreativität in unseren Schulen aufgefallen. Lesen, Forschen, Wirtschaft - aus allen möglichen Bereichen sind vielfältige Projektvorschläge eingegangen."
Das Engagement der Sparkasse für Bildung und Wissen eröffne Chancen für alle. Es könnten nun wichtige Projekte in Schulen umgesetzt werden, die im Rahmen des laufenden Schulhaushaltes nicht umsetzbar wären. Das Regionalitätsprinzip der Sparkassen zahle sich im wahrsten Sinne des Wortes aus. Bürgermeister Heller: „Die Bildungsförderung der Sparkassen ist Ausdruck ihrer kommunalen Verankerung. Diese kommunale Bindung stellt sicher, dass sich jede Sparkasse auf ihre Region konzentriert. Als Bürgermeister der Stadt Detmold und als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Detmold freue ich mich quasi doppelt über dieses sinnvolle, regionale Engagement.“ |