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LZ 27.05.2010

Schüler haben Spaß an der Bewegung

Spiele aus der gelben Tonne kommen in den Pausen der Freiligrath-Realschule ganz groß an

Überwachen den ordnungsgemäßen Ablauf: Schülerinnen der Klasse zehn, im Bild hinten von links Laura, Kristina, Jacquelin, Carolin und Alena, passen auf, dass später alle Utensilien wieder zurück in die Tonne kommen. (Foto: Becker)

Von Wolfgang Becker
Die Freiligrath-Realschule bringt ihre Schüler auf Trab. Immer in den Pausen kommt die große gelbe Spieltonne zum Einsatz.

Lage.
Sobald Bälle, Springseile und Diabolo-Spielgeräte ausgepackt sind, geht`s los. Dann wird jongliert, balanciert und gekickt. Die Idee zur Anschaffung der Utensilien hatte Lehrerin Hannelore Pfaffendorf-Stanke, deren Ehemann Wilfried zu seiner aktiven Zeit als Pädagoge an der Maßbruch-Schule die berühmten „Pausenspiele“ eingeführt hatte. „Kinder nach einer längeren Unterrichtsphase,während der sie still sitzen müssen, zwischen den nächsten Stunden Bewegung zu verschaffen, das ist unser Ziel,“ so Peter Kudrup, der ebenfalls als Realschul-Lehrer an dem Projekt beteiligt ist.
Zusammen mit seiner Kollegin und Schülern der SV (Schülerverwaltung) teilt er die Zehntklässler ein, die die Ausgabe der Spielgeräte in den Pausen überwachen. Jeder, der sich einen Ball, ein Springseil oder Wurfringe ausleihen möchte, muss sich in eine Liste eintragen. Auf diese Weise soll die Ausstattung der „gelben Tonne“ möglichst lange komplett bleiben.

„Wir haben nun eine völlig neue Pausenqualität. Früher, vor allem zu den Zeiten, als wir noch an der Friedrichstraße waren, standen die Schüler auf dem Hof. Jetzt sind sie dauernd in Bewegung. Das ersetzt fast eine Stunde Sportunterricht“, sagt Schulleiter Christian Garrell. Der Rektor freut sich auch, dass am neuen Standort der Realschule mehr Platz zum Austoben vorhanden ist. Es herrsche ein weitaus entspannteres und ruhigeres Miteinander als dies früher de Fall war. „Abhängen“, einfach mal nichts tun, das geht selbstverständlich auch. Ab dem nächsten Schuljahr stellt die Freiligrathschule ihre Pausenordnung um. Dann haben die Kinder und Jugendlichen zwei Mal 20 Minuten lang Gelegenheit, ihren Bewegungsdrang ausgiebig zu befriedigen. Auch der Übermittagsbetreuung stehen die Spiele aus der Tonne zur Verfügung.
LZ, 27.05.2010