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2012-01-19 LZ

Grundschülern geht ein Licht auf

Viertklässler beschäft igen sich beim MINT-Projekt mit Elektrizität

Spaß mit Strom: Martin-Jonas Gerstendorf hat einen „heißen Draht“ gebaut – berühren sich die Leitungen, leuchtet es. FOTO: ASBROCK

Lage. Leitet ein Kaffeelöffel Strom? Leuchtet die Birne in einer einfachen Schaltung auch dann, wenn man einen Draht durch einen Bleistift ersetzt? Fragen, die die Viertklässler der Grundschule Kachtenhausen jetzt mit großer Begeisterung in der Freiligrath- Realschule gelöst haben.
Der Projekttag im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft , Technik) hatte „Elektrizität“ zum Thema. Die Mädchen und Jungen wurden in den beiden Biologieräumen der Realschule mit den Grundlagen vertraut gemacht, bauten eine einfache Schaltung mittels Lämpchen, Batterie, Draht und Heftzwecken auf einem Holzbrett, untersuchten die Glühwendel einer Birne unter dem Mikroskop, testeten verschiedene Stoffe auf ihre Leitfähigkeit und bauten zum Schluß das Geschicklichkeitsspiel „Heißer Draht“ auf, das sie auch mit zurück in ihre Schule nehmen durften.
„Wir versuchen, den Kindern die Naturwissenschaften auf phänomenologische Art zu präsentieren“, erklärten die beiden Fachlehrer Wolfgang Somsen und Stefan Nerstheimer. Dazu haben sie das für die Lagenser Grundschulen kostenlose Projektangebot entwickelt. Die Förderung des naturwissenschaftlichen Verständnisses der Kinder hat einen tieferen Sinn: Der MINT-Bereich biete sehr gute berufliche Zukunfts-Chancen, denn fähige Ingenieure und Naturwissenschaftler würden händeringend gesucht.
Grundschulen können je nach Interesse ihrer Schüler ein Angebot aus dem Bereich Physik/Technik wählen, in diesem Fall Elektrizitätslehre, oder aus dem Fachbereich Biologie. Den Kachtenhausener Grundschülern hat der Projekttag Spaß gemacht: „Die waren sehr findig und haben schnell herausgefunden, worauf es ankommt“, loben die Lehrer. (as)

LZ, 19.01.2012