LZ 19.11.2010
Jugendliche drücken die digitale Schulbank
Freiligrath-Realschule baut den Informatikunterricht weiter aus
Surfen fürs Lernen: Für Niklas Kopp, Susanna Oselski, Fabian Matern, Manfred Berch und Dennis Nolting (von links) aus der Jahrgangsstufe 10 der Realschule ist der Umgang mit PC und Maus selbstverständlich. Lehrerin Claudia Pätzold hat alles im Blick. Foto: Becker
Von Wolfgang Becker
An der Realschule ist der Umgang mit Computern so selbstverständlich wie der mit Füller und Heft en. Um wachsenden Anforderungen nachzukommen, ist ein neuer Informatikraum eingerichtet worden.
Lage. Damit verfügt die Freiligrathschule über einen dritten Raum, in dem die Schüler unter Anleitung von Informatik- Lehrerin Claudia Pätzold an 60 Rechnern verschiedenste Aufgaben lösen können. Die PCs stehen nicht nur für den Informatik-Unterricht bereit, sondern können auch für Recherchen in Fächern wie Gesellschaftskunde, Politik oder Erdkunde genutzt werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Selbstlernzentrum der Realschule. „Auf diese Weise erzielen wir eine noch bessere Vernetzung mit den vorhandenen Medien“, erläuterte gestern Rektor Christian Garrell.
Der nun erfolgte Ausbau des IT-Bereichs der Freiligrathschule ist eine Gemeinschaftsaktion von Schule, Stadt und einem Dienstleistungsunternehmen. Die technische Umsetzung begleitete das Fachteam IT unter Leiter Torsten Fisahn. Dabei wurde zusammen mit den Fachlehrern darauf geachtet, dass die verwendeten Programme auf die Bedürfnisse der Schüler abgestimmt sind. „Sie bewegen sich in einem digitalen Raum. Um die erforderlichen Sicherheitsaspekte zu erfüllen, bekommen sie ein eigenes Passwort und ferner einen persönlichen Speicherplatz, auf den sie von sämtlichen Computern des Netzwerkes zugreifen können“, so der IT-Spezialist. Die dort abgelegten digitalen Unterlagen behalten sie während ihrer gesamten Schullaufbahn von der fünften bis zur zehnten Jahrgangsstufe.
Der Clou sei, so Torsten Fisahn weiter, dass auf diese Weise innovative Unterrichtsformen möglich seien. Lehrerin Claudia Pätzold kann jederzeit kontrollieren, was jeder einzelne Schüler gerade an seinem Rechner macht und ob er auch wirklich die gestellten Aufgaben löst. Die Ergebnisse kann sie sich direkt auf ihren PC holen und weiter mittels Beamer groß an die Wand projizieren. IT-Dienstleister Thorsten Budde hat die Rechner so programmiert, dass sie sich nach dem Herunterfahren wieder auf einem Standardwert befinden. „So kann ein anderer Schüler seine Aufgaben lösen, ohne sich mit unerwünschten Einstellungen seines Vorgängers auseinandersetzen zu müssen“, erläuterte Budde. Im Ausbau des Informatik- Unterrichts sieht Rektor Garrell eine konsequente Fortentwicklung seines Schulprogramms. Die Freiligrath-Schule war eine der ersten Bildungseinrichtungen, die den Informatik- Unterricht als Differenzierungsschwerpunkt, also als Hauptfach, anbot.
LZ: 19.11.2010
