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PO2 21.12.2006

Logo - Entwurf für Bücherei ausgewählt

Büchereigruppe hat viel vor: Zentralen Standort und Komplettangebot erhalten

Lage (wi). Eine seit Jahresmitte bestehende "Büchereigruppe" möchte für die Stadtbücherei ein Logo erarbeiten lassen. Zu diesem Zweck wurden zwei Kunstkurse der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums und drei Klassen der Realschule (Jahrgangsstufe 9 und 10) zu einer Wettbewerbsteilnahme aufgerufen. Aus allen daraus resultierenden Logo-Entwürfen wurden 24 ausgewählt, die einer neunköpfigen Jury vorgelegt wurden. Diese setzte den Entwurf der Realschülerin Elisabeth Fritsche (Klasse 10 e) auf den ersten Platz.
Der von Elisabeth Fritsche vorgelegte Logo-Entwurf zeigt auf einem Buch einen "Bücherwurm" sowie den bekannten "Lage liegt mir".! Schriftzug. Der mit einem Buchgutschein belohnte Entwurf bildet nun die Grundlage für eine verfeinernde Überarbeitung durch eine Werbefachkraft, erklärte Büchereigruppensprecher Wilhelm Rasche das weitere Vorgehen. Weiter kündigte Rasche an, dass sich die Büchereigruppe in absehbarer Zukunft, vermutlich innerhalb des nächsten Halbjahres, als rechtsfähiger Verein konstituieren wolle. Informell hätten sich die Gruppenmitglieder auf inhaltliche Schwerpunkte und Zielsetzungen des zukünftigen Büchereivereins geeinigt.
Dazu gehöre, dass die Bücherei ein anerkannter Teil der Bildung, ein aktiver Anbieter von Informations-Dienstleistungen für alle Schichten der Gesellschaft und Partner des Lernens in allen Lebensabschnitten sei. In der Informationsflut biete sie eine echte Hilfeleitung durch Beratung und Führung. Sie wirke einer "digitalen Spaltung" der Gesellschaft in Informierte und Nichtinformierte entgegen.
Die Bücherei soll ihren Bekanntheitsgrad durch übergreifende Kooperationen mit anderen BiIdungseinrichtungen verstärken. Sie soll sich zu einem Treffpunkt und einem Lern- und Arbeitsort entwickeln. Vor diesem Hintergrund seien das Hinterfragen des Personaleinsatzes, der Organisationsstruktur, des Angebots und des Standorts zu berücksichtigen.
Die Büchereigruppe ist einstimmig der Meinung, dass die Stadtbücherei Lage als Einheit erhalten bleiben muss. Eine räumliche Aufteilung in Kinder-, Jugend - und Erwachsenenbücherei mindere die Attraktivität der Einrichtung und stehe einer Optimierung des Büchereiwesens entgegen. Aus gutem Grund seien die früheren Ortsteilbibliotheken in Müssen, Kachtenhausen und Heiden aufgelöst worden, nämlich um die zentrale Einrichtung in der Innenstadt zu stärken. Nur eine Zentraleinrichtung sei hinreichend in der Lage, die Kundenwünsche aller Altersgruppen zu bedienen.
Um Kosten einzusparen, erwäge die Büchereigruppe die Einführung von Buchpatenschaften, ehrenamtliche Mithilfe sowie das Einwerbung von Sponsorengeldern. Was die Standortfrage betrifft, hat die Büchereigruppe eine recht eindeutige Antwort: "Alle Erfahrungen zeigen, dass ein optimaler Standort für eine sinnvolle Büchereiarbeit wesentlich ist. Die Bücherei sollte deshalb auch in Zukunft zentral in der Innenstadt untergebracht sein."
Erste Aktivitäten der Büchereigruppe waren die Beteiligungen bei "Ab in die Mitte" mit Vorlesestunden und bei "Leselust in der Stadtbücherei" zum Thema "Gespenster- und Gruselgeschichten". Zukünftige Perspektiven sind Tagungen im vierteljährlichen Rhythmus, die Gründung eines Fördervereins, regelmäßige Lesungen, die Mitarbeit in der Kulturreihe "Skandinavien" der Musikschule Lage sowie das Erkunden von Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit VHS, Buchhandlungen, Jugendamt, Musikschule, Schulen und Universität Bielefeld.

Die Jury – Mitglieder Martina Wardenbach, Bernd Wiesekopsieker, Cornelia Badstieber, Ute Bicker, Dr. Petra Heider, Wilhelm Rasche, Karin Güllüg und Angela Nahrwold (von links) mit einigen der Logo – Entwürfe. In der Tableau – Mitte Elisabeth Fritsches „Bücherwurm“. Außerdem gehörte Günter Schulz, Vorsitzender des Lippischen Künstlerbunds, der Jury an. (Foto: wi)

Postillon 21.12.2006